Verfasst: 02 Jan 2004 09:27
von Flocke77
Verfasst: 02 Jan 2004 09:49
von Babsi1808
Guten Morgen Ihr Lieben !
Ich wünsche Euch allen ein Frohes Neues Jahr mit viel Gesundheit, Glück und Zufriedenheit und der allergrößte Wunsch möge sich dieses Jahr für uns erfüllen.
Im Büro bin ich heute auch alleine auf weiter Flur. Ich werde heute gleiten, mach dann auch so um 12 Feierabend. Und dann habe ich alle Zeit der Welt mich in Ruhe auf meine 1. Spritze vorzubereiten. Es geht los !!!!
Ihr seid hoffentlich alle gut ins neue Jahr gerutscht. Wir haben bis um 5 bei uns im Partykeller gefeiert, war eine nette kleine Gesellschaft. Dafür habe ich dann heute morgen im Lokalradio gehört das bei uns im Stadtteil ca. 20 Jugendliche festgenommen wurden, haben randaliert und eine Tankstelle verwüstet. Bei uns war aber alles friedlich.
Euch allen noch einen schönen Tag und allen Schnupfnasen noch eine gute Besserung..... bis später mal
Verfasst: 02 Jan 2004 12:38
von Nicole.P
Ich wollte Euch allen einen wunderschönen Tag wünschen. Es ist super kalt. Ich hoffe ihr seid alle schön ins neue Jahr übergegangen.
@Moki: Gute Besserung

Verfasst: 02 Jan 2004 18:05
von Moki
Verfasst: 02 Jan 2004 18:13
von Nicole.P
@Moki:
Ich habe mich ein wenig rar gemacht. Ich hatte viel Stress auf der Arbeit, so dass ich manchmal erst sehr spät zu hause war und dann keine Lust hatte zu schreiben. Aber ich werde mich jetzt mal wieder öfter melden.
Neues gibt es eigentlich nicht. So wie es ausschaut, werde ich wohl Ende Januar meine Eisbären abholen. Aber überzeugt bin ich nicht davon, dass das mit den Kryos klappt. Ich denke immer, dass vielleicht beim Auftauen kaputt gehen, oder sich nicht weiterentwickeln. Nungut, vielleicht werde ich ja eines besseren belehrt.
So, jetzt hoffe ich aber mal, dass wir "Nichtschwangeren" dieses Jahr mehr glück haben und dass dieses Jahr unser sein wird.
Verfasst: 02 Jan 2004 19:48
von susi 41
Verfasst: 02 Jan 2004 21:10
von Mandy78
Hallo zusammen!
Bin immernoch nicht wieder auf dem Posten. Hab immernoch Schnupfen, Husten, Kopfaua...! Moki wie gehts Dir??
Susi, ich muß Dir was verraten: Gik hat es geschafft.
Sie guckt ja leider nicht mehr bei uns in den Ordner, deshalb denke ich hat sie nix dagegen wenn ich es dir verrate.
Hab leider nicht alles nachgelesen, deshalb keine weiteren Komentare, Ab morgen ist unser besuch wieder weg, dann schau ich wieder öfter rein.
Verfasst: 03 Jan 2004 10:51
von susi 41
Verfasst: 03 Jan 2004 10:59
von Nicole.P
[color=violet]Ich habe im Web einen schönen Brief gefunden. Er ist zwar lang, aber ... (Den Namen habe ich jetzt natürlich übersetzt)[/color]
Über Nicoles unerfüllten Kinderwunsch
Nicole weiß, dass Du Sie liebst und ihr wünschst, dass sie glücklich ist. Aber in letzter Zeit scheint sie isoliert, deprimiert und besessen von ihrem Wunsch nach einem Kind.
Es ist wahrscheinlich nicht einfach für Dich zu verstehen, warum der Wunsch schwanger zu werden in alle Bereiche ihres täglichen Lebens hineinwirkt. Nicole hofft, dass Du durch diesen Brief besser verstehst welchen Schmerz sie fühlt. Hier erfährst Du auch wie Du ihr helfen kannst.
Es wird Dich überraschen, dass jede sechste Frau mit Kinderwunsch nicht schwanger wird. Für diese düstere Statistik gibt es viele mögliche Ursachen: Verschlossene Eileiter, Erkrankung der Eierstöcke, hormonelles Ungleichgewicht, schlechte Spermienqualität oder zu geringer Spermienanzahl des Ehemannes sind nur einige davon. Mit über 35 Jahren wird es für eine Frau zusätzlich schwierig schwanger zu werden, da viele ihrer verbliebene Eier nicht mehr für eine Befruchtung geeignet sind.
Dies sind alles physische oder physiologische Hinderungsgründe für eine Schwangerschaft – es sind keine psychologischen! Eileiter verschließen sich nicht, weil eine Frau „ sich zu sehr mit dem Kinderwunsch beschäftigt“ . Antikörper, die Sperma abtöten, werden nicht verschwinden, nur weil einen Frau sich mehr ausruht. Und ein Mann kann seine Spermienqualität nicht dadurch verbessern, dass er optimistischer und gelassener wird.
Wenn jemand den wir mögen ein Problem hat, ist es normal, dass wir versuchen ihm zu helfen. Wenn nicht wirkliche Hilfe gegeben werden kann, versuchen wir gute Ratschläge zu geben. Häufig erzählen wir dabei von persönlichen Erfahrungen oder geben Anekdoten aus dem Bekanntenkreis wieder. Vielleicht kennst auch Du ein Paar, das Schwierigkeiten hatte schwanger zu werden, bis es während eines erholsamen Urlaubs auf einer schönen Insel unverhofft klappte? Also schlägst Du vor, dass Nicole und ihr Mann auch einen Urlaub machen sollen.
Nicole schätzt Deine Ratschläge, aber sie nützen ihr wegen der physischen Natur der Gründe für ihr Problem nichts. Sie kann Deine Ratschläge nicht nur nicht nutzen, solche Ratschläge bringen sie völlig aus der Fassung. Tatsächlich wird sie regelmäßig überschwemmt mit solchen Ratschlägen. Stell Dir bitte vor, wir frustrierend es für sie sein muss zu hören, dass andere Paar auf „magische“ Art schwanger wurden, nur dadurch das sie sich im Urlaub liebten. Für Nicole, die eine belastende Kinderwunschbehandlung durchmacht, hat „Liebe machen“ und die Empfängnis eines Kindes sehr wenig miteinander zu tun – das war früher anders. Du kannst Dir nicht vorstellen, wie sehr sie versucht ein Kind zu bekommen und wie zerstörerisch es für sie ist, jeden Monat zu erfahren, dass es nicht funktioniert hat. Dein gut gemeinter Rat ist der Versuch, eine extrem komplizierte und missliche Lage in ein einfaches kleines Problem zu verwandeln. Durch die Verharmlosung ihres Problems auf diese Art, zweifelst Du an der Werthaltigkeit ihrer Gefühle; sie fühlt sich nur noch wertloser, ihre Selbstzweifel werden mehr. Unter diesen Umständen ist es natürlich kein Wunder, dass sie ärgerlich und abweisend auf dich reagiert.
Die Wahrheit ist: Es gibt nichts konkretes, das Du für Nicole tun kannst. Die beste Hilfe ist, verständig und unterstützend zu sein. Es ist einfacher unterstützend zu sein wenn Du verstehst, welch verheerender Schlag es sein kann, unfähig zu sein ein Kind zu bekommen.
Frauen wachsen mit der Erwartung auf, dass sie eines Tages ein Kind haben werden. Sie machen sich Gedanken über sich in der künftigen Mutterrolle seit sie mit Pupen gespielt haben. Es kann sogar sein, dass eine Frau sich solange nichts als vollständiger Teil der Gesellschaft fühlt, bis sie schwanger ist. Wenn Nicole daran denkt, dass sie kein Kind haben kann, so fühlt sie sich wie „ ein defektes Werkzeug“. Kein Kind zu haben ist buchstäblich eine Angelegenheit von Leben und Tod. In der Bibel ist Rachel unfruchtbar. Sie sagte zu Jakob: „ Gib mir Kinder oder ich werde sterben ... „ (Genesis 30,1) . Manche interpretieren dies so, dass Eine ohne Kinder praktisch tot sei. So stark sind die Gefühle, die mit Unfruchtbarkeit verbunden sind, dass die Person sich wie tot , zumindest wert – und nutzlos fühlt. Schlimmer noch, Nicole ist nicht wirklich sicher, dass sie niemals Kinder haben wird. Das grausamste jedoch was man jemanden antun kann ist es, Hoffnung zu wecken, ohne dass diese sich erfüllt. Die moderne Reproduktionsmedizin ist so ein zweischneidiges Schwert. Sie verspricht Hoffnung wo vorher keine war – aber es ist nur ein Hoffnungsschimmer.
Im letzten Jahrzehnt hat die Reproduktionsmedizin großartige Fortschritte gemacht, sodass Frauen, die in der Vergangenheit niemals Kinder gehabt hätten, jetzt schwanger werden können. Der Einsatz von Hormon-Medikamenten kann die Anzahl und Größe der Eier, die eine Frau produziert, steigern und steigert so auch die Chancen auf eine Befruchtung. Bei der „ in vitro Fertilisaton“-Technik (IVF) wird der Frau ein Ei operativ entnommen und im Reagenzglas mit dem männlichen Sperma zusammengebracht, wo es zu einem natürlichen Befruchtungsvorgang kommt. Der Embryo wird dann nach wenigen Tagen zurück in die Gebärmutter der Frau transferiert. Es gibt noch viele weitere Operationen. Trotz der Hoffnung die diese Technologien bietet, ist es hart diesen Weg zu gehen. Manche high-tech-Prozeduren werden nur an wenigen Orten angeboten, die Nicole dazu zwingen regelmäßig weite Wege zu fahren. Auch wenn die Behandlung vor Ort möglich ist müssen wiederholte Arztbesuche, tägliche Spritzen, veränderte Arbeitszeiten um die verschiedenen Prozeduren zeitlich unterzubringen, ausgehalten werden. Schließlich müssen beträchtliche finanzielle Summen ausgegeben werden. Geld, das häufig, aber nicht immer, von der Krankenversicherung erstattet wird. All diesem ist eine ganze Anzahl von diagnostischen Untersuchungen vorangegangen, die beschämend, weil sie intim und schmerzhaft zugleich sein können.....
Unfruchtbarkeit ist eine sehr intimes, persönliches medizinisches Problem, eines das Nicole
möglicherweise nicht mit ihrem Arbeitgeber diskutieren will. So muss sie immer neue
Ausreden und Termine erfinden wenn ihr Behandlungsplan mit ihrer Arbeitszeit kollidiert.
Gleichzeitig wendet sie beträchtliche Zeit und Energie auf, um Anträge und andere
Unterlagen für die Krankenkasse zusammenzustellen.
Nach jedem medizinischen Versuch schwanger zu werden, muss Nicole das
Warteschleifenspiel spielen. Dabei wechseln sich Phasen voller Optimismus mit
verzweifeltem Pessimissmus ab. Es ist eine emotionale Achterbahnfahrt über zwei Wochen
hinweg. Sie weiß nicht, ob ihre geschwollenen Brüste ein Schwangerschaftszeichen oder
ein Nebeneffekt der Medikamente sind. Wenn sie eine Spur von Blut auf ihrer Unterwäsche
findet, weiß sie nicht, ob gerade der Embryo einnistet oder ihre Periode beginnt. Wenn sie
nach einer IVF-Prozedur nicht schwanger ist, kann es sein, sie fühlt sich wie nach einer
Fehlgeburt. Sie sorgt sich um ein Leben, das noch gar nicht existiert, aber in ihren
Gedanken schon vorhanden ist und muss dessen Verlust erleben.
Während sie versucht mit dem Tumult der Gefühle fertig zu werden, wird sie zu einer
Baby-Party oder Taufe eingeladen. Sie erfährt, dass eine Freundin oder Kollegin
schwanger ist oder sie liest, dass ein Ein-Tage-altes-Baby in einem Mülleimer gefunden
wurde. Kannst du dir ihren Neid und ihre Wut über die Ungerechtigkeit des Lebens
vorstellen? Da die Unfruchtbarkeit nahezu jede Facette ihres Lebens durchdringt ist es ein
Wunder, dass sie an ihrem unerfüllten Kinderwunsch nicht zerbricht.
Jeden Monat fragt sich Nicole ob dies endlich IHR Monat sein wird. Wenn nicht , so
versammelt sie ihre gesamte Energie, sofern sie noch genug hat, um es noch mal zu
versuchen. Kann sie sich einen neuen Versuch leisten?
Wenn Du mit Nicole sprichst, versuche Dich in die Belastungen die auf ihren Gedanken und
auf ihrem Herzen liegen einzufühlen. Sie weiß, dass Du Dich um sie sorgst und eventuell
benötigt sie das Gespräch mit Dir über ihre schwere Prüfung. Aber sie weiß auch, dass es
nichts gibt, das Du sagen könntest um sie schwanger werden zu lassen und sie fürchtet sich,
dass Du ihr eine Vorschlag machst, der sie nur noch mehr verzweifeln lässt.
Du kannst ihr Deine Unterstützung geben ohne sie für irgendeinen Schritt zu kritisieren,
den sie unternimmt – z.B. die Ablehnung einer Partnerschaft für einen Neffen, um sich
selbst vor einem emotionalem Trauma zu schützen. Du kannst ihr zum Beispiel dies sagen:
Ich sorge mich um Dich. Nachdem ich den Brief gelesen habe kann ich besser verstehen,
wie schwer es für Dich sein muss. Ich wünschte, ich könnte helfen. Ich bin da um Dir
zuzuhören und um mit Dir zu weinen , wenn Du weinen möchtest. Ich bin da um Dich
aufzurichten wenn Du fühlst als gäbe es keine Hoffnung mehr. Du kannst mit mir reden. Ich
interessiere mich für Dich.
Das allerwichtigste ist, nicht zu vergessen, dass Nicole verwirrt und sehr beunruhigt ist. Höre
was sie zu sagen hat, aber verurteile sie nicht. Verharmlose ihre Gefühle nicht. Versuche
nicht vorzutäuschen, dass alles gut werden wird. Treib sie nicht in den Wahnsinn mit
aussagen wie „ Was geschehen soll, wird geschehen“. Wenn dies wirklich der Fall wäre,
wozu sollte sie dann noch mit medizinischen Mitteln versuchen etwas zu vollenden was der
Natur nicht gelingt.
Deine Bereitschaft zuzuhören kann eine große Hilfe sein. Frauen mit unerfülltem
Kinderwunsch fühlen sich von anderen Menschen isoliert. Deine Fähigkeit zuzuhören uns
sie zu unterstützen werden ihr helfen den Stress auszuhalten. Ihr unerfüllter Kinderwunsch
ist eine der schwierigsten Situationen die sie je zu bewältigen haben wird.
Weil sie ungewollt kinderlos ist, ist das Leben extrem stressig für Nicole . Sie gibt ihr bestes
um damit fertig zu werden. Bitte versteh das. Manchmal ist sie depressiv. Manchmal ist sie
ärgerlich. Manchmal ist sie körperlich und seelisch erschöpft.
Sie wird nie mehr die alte Nicole sein, die sie versucht zu sein. Sie würde gerne viele Dinge
nicht tun, die sie tut. Sie hat keine Ahnung ob und wann es überhaupt eine Lösung für ihr
Problem gibt. Sie nimmt ein finanzielles und emotionales Wagnis auf sich – mit einer
geringen Wahrscheinlichkeit auf Erfolg. Insgesamt sind nur 11 % aller Frauen die eine
Kinderwunschbehandlung beginnen erfolgreich, indem sie ein Kind bekommen. Für
Frauen über 40 sind die Chancen noch geringer. Jedoch, je länger sie aushalten um so
höher werden die Chancen auf eine Schwangerschaft.
Vielleicht wird auch Nicole eines Tages erfolgreich sein. Vielleicht wird sie es auch
aufgeben und eine Adoption versuchen oder sie findet einen Weg ein erfülltes Leben ohne
Kinder zu leben. Im Moment weiß sie nicht was kommen wird. Sie lebt von einem Tag zum
nächsten. Sie weiß nicht, warum dies ihr Los ist, niemand weiß dies. Alles was sie weiß, ist
die schreckliche Seelenqual, die sie jeden Tag erlebt.
Bitte kümmere dich um sie. Bitte geh sensibel mit ihrer Lebenssituation um. Gib ihr Deine
Unterstützung – sie braucht sie – und sie wünscht sie sich.
Danke.