Hallo Ihr alle, die Ihr in diesem Ordner schreibt!
Ich lese auf dieser Seite und in diesem Forum schon eine ganze Weile, habe mich aber bisher nicht getraut zu schreiben. Die meisten, die hier schreiben, scheinen ja wirklich "alte Häsinnen zu sein" bzw. schon schwanger oder gerade am Entbinden (Sternenbaby -was für ein schöner Name!

). Bei mir fängt alles erst gerade an ...
Aber nachdem ich gelesen habe, dass "Krümel" auch gerade nach Regensburg gewechselt ist und anfängt (ziemlich zeitgleich, oder?), habe ich gedacht, ich trau mich mal ...
Ich bin 29 (mein Mann 41) und wir machen jetzt unsere erste IVF mit ICSI in der Praxis vom Prof. Seifert. D.h. ich fange heute an mit Spritzen (Menogon HP 3+1 = 225 mg, wenns stimmt - ist das eigentlich viel?) und bin - logischerweise - ziemlich unsicher, wie das Ganze weitergeht. Selbst wenn mir der Ablauf klar ist, weiß ich ja noch gar nicht, wie mein Körper auf die Stimulation reagiert ... Alles was ich schon gelesen habe über die Überstimulation, verunsichert einen auch irgendwie, so sehr es einen informiert. Immerhin haben Sie bei mir letzte Woche schon 7+10 Eizellen festgestellt. Das hört sich doch ganz gut an, oder?
Da wir unmittelbar aus Regensburg sind, war das Ganze bis auf die Wartezeiten für uns bisher relativ stressfrei. Aber nachdem ich mit der Schilddrüse Probleme habe (Hashimoto - dh. ich hatte noch nie echte Probleme, das Ganze wurde erst jetzt im Laufe der ganzen Tests aktuell), von unseren KKs noch keine Kostenzusage vorliegt (jetzt bezahlen wir es halt erstmal selbst, weil wir nicht warten wollen) und ich seelisch ein bisschen durchhänge (arbeitslos ...) bewegt sich drumrum bei mir doch immer eine ganze Menge an Sachen, über die ich mir Gedanken mache. Das heißt, ich wäre gerne positiver drauf und möchte das auch, einfach, um es in der Behandlung leichter zu haben, aber das kann man halt nicht herbeizaubern.
In der Praxis war ich die erste Zeit beim Prof. selbst, habe mich da aber meistens ziemlich durchgeschleust gefühlt. Die letzten Gespräche seit der Gebärmutterspiegelung hatte ich vor der Stimulation, US immer mit Dr. Fink. Soweit ich gelesen habe, ist das die Lernärztin. Hat jemand anders auch Erfahrungen mit ihr - würde mich interessieren?
Eine Sache würde ich gerne loswerden, die mich an der Praxis vom Prof. Seifert. ziemlich stört - aber vielleicht ist das ja auch bloß so, weil ich noch ein Neuling bin: In den Wartebereichen sitzen immer so viele Frauen, auch Paare und ich denke mir immer "Hey, da sind doch so viele, die hierher mit dem gleichen Wunsch kommen", aber keiner sagt was. Alle schweigen sich an und ich finde es eine total seltsame Atmosphäre ... Und wenn man dann nach seinem Termin in die Kepler-Apotheke geht (stimmt es, dass die meisten Regensburger da ihre Medikamente holen?), dann trifft man die Frauen aus der Praxis wieder, die alle mit dem hellblauen IVF-Plan wedeln ... Letzte Woche habe ich dort dann einfach jemanden angesprochen - Hallo Andrea aus Flossenbürg, falls Du das liest, schreib doch auch mal hier - und nachdem es ja um dasselbe Thema geht, haben wir uns dann total nett unterhalten. Ich hoffe auch, dass man sich wieder sieht und weiter austauscht.
Ja, ich weiß schon, so im Wartzimmer redet keiner so wirklich über sich, möchte ich ja auch nicht. Aber ich habe immer den Eindruck, das sind lauter Fremde ...
Na ja, das wollte ich jetzt auf jeden Fall loswerden! Vielleicht haben andere ja einen ganz anderen Eindruck.
Ich möchte mich jedenfalls jetzt öfter hier beteiligen. Und vielleicht findet sich ja außer "Krümel" noch jemand, der mit mir zeitgleich ist.
Schönen Tag noch !