Irene, Promi-Bonus stimmt nicht wirklich. In den USA ist die so genannte "Privat-Adoption" erlaubt, die funktioniert einfacher als eine Ado über eine Vermittlungsstelle: Man macht sich einfach bewaffnet mit dem Sozialbericht des Jungendamtes oder einer vergleichbaren Institution auf die Socken, klappert die Heime ab, sucht sich ein Kind aus und adoptiert es. Punkt.
Insgesamt waren ca. 40 Paare da, Äthiopien und Südafrika gemischt. Lediglich
drei Paare davon (inkl. uns) haben ihre Papiere noch nicht im Land. Andererseits waren auch wieder Paare dabei, deren Papiere bereits seit Ostern 2005 (!) in Äthiopien liegen. Drei Paare fliegen in den nächsten Wochen, um ihre Kinder abzuholen - insgesamt tut sich also was!
Wartezeit:
Wie gehabt, keine Prognose möglich. "Vertragsverhandlungen" mit anderen Heimen in dem Sinn gibt es keine. Da der EVAP eine anerkannte Vermittlungsstelle in Äthiopien ist, schließt das automatisch die "Erlaubnis", mit allen vorhandenen Heimen zusammen zu arbeiten, ein. Traditionell arbeiten aber verschiedene Heime mit verschiedenen Organisationen zusammen, so dass der Zugang zu anderen Heimen nicht grundsätzlich auch von Erfolg gekrönt sein muss. Bereits im Herbst 2005 hat sich EVAP an die staatlichen Heime gewandt, um sich dort als Vermittlungsstelle "ins Gedächtnis zu rufen" und Hilfe anzubieten. Es läge nun an den Heime, das Angebot in Anspruch zu nehmen.
Genau da liegt auch der Unterschied zu anderen Vermittlungsstellen, die wohl teilweise aktiv an die Heime herantreten und für "ihre" Eltern werben (und damit indirekt Kinder für Eltern suchen). EVAP hingegen sieht sich als "Hilfsangebot", bietet alos lediglich bei den Heimen Hilfe in Form "vorhandener Eltern" an und geht nicht aktiv auf die Heime zu, sondern wartet darauf, dass die Heime von sich aus das Angebot wahrnehmen.
Unterschiedliche Wartezeiten verschiedener Staaten:
Wie bereits mehrfach vermutet und diskutiert scheinen die Unterschiede es tatsächlich an teilweise vorhandenen bilateralen Verträgen zu liegen. Wenn ich das richtig verstanden haben, werden Adoptionen aus Staaten, die mit Ähtiopien bilaterale Verträge haben, genau so wie Privatados gehandhabt. Ergo sind auch die Warte- und Vermittlungszeiten (teilweise deutlich) kürzer. EVAP spricht sich
allerdings ausdrücklich gegen bilaterale Verträge aus, da dort teilweise Klauseln enthalten sind, die die Gewährung staatlicher Entwicklungshilfe an die Vermittlung von Kindern knüpft und damit doch wieder indirekt in die Richtung "Kinderhandel" gedeutet werden könnte.
Ausblick:
Völlig unklar, nichts genaues weiß man nicht

. Sofern die staatlichen Heime das Hilfsangebot von EVAP in Anspruch nehmen, könnte es weniger zäh laufen. Ob sich in dieser Richtung etwas tun wird......??? Es gibt grundsätzlich keinen Stillstand in Äthiopien und Paare, die sich für ältere Kinder entschieden haben, können sehr schnell zum Zug kommen (hier mussten kurzfristig Papiere nachgeliefert werden, weil derzeit derartig viele Kinder ab ca. 4 Jahren zu vermitteln sind, dass die Bewerber salopp gesagt weg gehen, wie warme Semmeln), die Paare, die sich Kleinkinder wünschen, werden wohl (leider) einfach weiter hoffen müssen. Daher ist auch für uns völlig unklar, ob der Knoten im Vermittlungsstau von Kleinkindern irgendwann platzt, dann könnten auch wir schneller Eltern werden, als wir bislang glauben, oder ob die staatlichen Heime kein Interesse an der Zusammenarbeit mit EVAP haben, dann werden wir bis zum st. Nimmerleinstag weiter warten und hoffen
LG
Kerstin.....die hofft, dass das jetzt nicht zu ausführlich war

Unsere zwei Special Editions:
Nach 2 Jahren und 10 Monaten Wartezeit kam unser kleiner Räuber im Alter von 6 Tagen bei uns an

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Nach weiteren 4 Jahren und 3 Tagen Wartezeit kam der zweite Räuber im Alter von 3 Monaten bei uns an

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"Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden." (Sören Kierkegaard)
"Die Dinge sind nie so wie sie sind. Sie sind immer das, was man aus ihnen macht." (Jean Anouilh)
"Wenn besondere Menschen unseren Weg kreuzen, fällt es uns schwer weiter zu gehen."