Shit! Nun hab ich erst zu euch geschrieben und mir meinen eigenen Beitrag wieder gelöscht. Mehr zu euch also das nächste mal! Sorry, aber ich "Muss wieder an die Front!"
Hier mein kopierter Geburtsbericht:
Hallo ihr Lieben!
Erst mal viiiiiielen Dank für die Glückwünsche! Unser Paulinchen ist wirklich zuckersüß!!! Mit der Größe haben sich ja fast alle WIRKLICH verschätzt…tja, nun bekommt eben Charlotte Puppe die SÜNDHAFT teuren Bodies ind Gr. 45/48….die wird sich freuen. Welche Puppe hat schon Bodies für über 20 Euro das Stück…dachte mir, wenn das Kind schon so klein wird, dann sollen im Winter die schönen Wolle-Seide-Bodies wenigstens gut sitzen…*roll*
So war die Geburt:
Wir sind (nach einem etwas weinerlichen Abend…) früh pünktlich und OHNE Tränen hier weggefahren. Ich hab mich auch ganz tapfer tränenfrei von meiner kleinen Charlotte verabschiedet.
Um halb acht waren wir im „Spital“, Anmeldung erledigen, Telefonkarte ORDENTLICH aufladen (schließlich ist das aus öasterreich PLUS aus dem KH ganz schön teuer!) und dann auch noch 5000 Euro anzahlen…ups. Gut dass man ne Kreditkarte hat. Mit meiner EC_Karte hätte das wohl nicht geklappt
Um 8 dann in den Kreißsaal, bzw in irgendso ein Zimmerchen. Hebi kennengelernt, die hat dann auch noch den Infusionszugang gelegt , Abstrich gemacht, Blut genommen…usw. eben.
9.00 Uhr Zimmer bezogen. Warten, warten, warten. Schließlich wollte man noch leichte Wehen einleiten und noch ne andere Infusion legen, wegen Spinalanästhesie. Die Hebamme warnte aber schon vor, dass der Termin zwar um 12 sei, es aber durchaus auch mal früher werden könnte, und sie fast davon ausgehe.
Ich war total ruhig, fast wie sediert kam ich mir vor. Das änderte sich schlagartig, als die Hebi reinkam und sagte, dass es nun doch schon losginge…so um Viertel nach 10. Also los. Peter verdutzt im Zimmer zurückgelassen , weil der ja nullkommanull Blut geschweige denn Nadeln sehen kann…da sind uns beiden die Tränen runtergelaufen.
Mir dann eigentlich unentwegt!!! Ich kann gar nicht sagen vor was ich eigentlich Angst hatte, aber es war halt so. Im OP angekommen, hab ich dann geschlottert wie Espenlaub…als dann aber *strahl* die Spinale beim ersten mal saß, kam in mir Ruhe zurück. Die Anästhesistin hat sich auch sehr gefreut, weil sie ja schon gelesen hatte, dass es beim ersten KS nicht geklappt hatte. Überhaupt waren ALLE wahnsinnig nett und liebevoll.
Dann durfte ich mich zurücklegen, mir wurde schlecht und ich musste mich am laufenden Band übergeben (nur kam halt nichts…was die Sache auch nicht besser macht, gefühlsmäßig jedenfalls). Nach ein paar Minuten verging die Übelkeit, wurde abgelöst von dem Gefühl nicht mehr atmen zu können…aber auch das verging schnell. Man verlagerte mich irgendwie seitlich, dann konnte ich mich auch wieder auf meine Atmung konzentrieren.
Der Herr Primar legte dann also los. Ich hab echt NICHTS mitbekommen, lediglich schwach gemerkt, dass etwas am Bauch „gerüttelt“ wird,…hätte ich nicht gewusst wie ein KS in etwa verläuft, hätt ich das aber nicht einordnen können. Und dann hörte ich schon ein Gackern…mein Pauline…zu Recht haben wir sie in der SS immer „fette Henne“ genannt…wirklich wie ein Huhn beim Eierlegen hat sie gegackert. Sie haben sie dann an mir vorbei getragen zum Kinderarzt…sie kam aber mit Apgarwerten von 10/10 sofort zurück!!! Und ich konnte ihr Köpflein küssen und ein wenig draufheulen vor Glück!!!
Dann wurde Pauline zu Peter gebracht, der sie „an die Brust“ nehmen durfte und dann auch anzog während ich noch zur Beobachtung im Aufwachraum war (dort aber dauernd quengelte ich wolle gehen, was ich auch ziemlich zügig und vorzeitig durfte…)
Während des Zunähens meinte der Arzt, wie viele Kinder ich noch wolle…was eine Frage,…die konnte ich nicht beantworten. Mehr als eines sie nämlich nicht mehr drin!!!
Wir hätte einen prima Schutzengel gehabt, denn die Narbe am der Gebärmutter, war zum einen hauchdünn….zum anderen auf der einen Stelle schon offen gewesen!!!!!! Er hatte sie mit dem Skalpell nur angetippt!! und schon war Fruchtwasser ausgelaufen….!!! Nun hat er sie ordentlich zusammengerafft zusammengenäht, so dass EINER weiteren SS nichts mehr im Wege stehen sollte, außer, dass man das Kind SPÄTESTENS 3 Wochen vorher holen werden muss…
Zurück in den Kreißsaal, hab ich Pauline (die ich in 9 von 10 Fällen Charlotte nenne) anlegen dürfen und irgendwann sind wir ins Zimmer zurückgekehrt.
Mittlerweile hat sich alles gut eingependelt. Anfangs dachte ich, ich hätte nicht genug Milch, weil Pauline UNUNTERBROCHEN getrunken hat…eigentlich hatte sie aber schon Bauchweh. Ab heute (Mittwoch) wecke ich sie nicht mehr zum Trinken und wir hoffen damit letzten Endes noch um die abendlichen/nächtlichen 3 Schreistunden rumzukommen, von denen ich mir nicht immer sicher bin ob es Blähungen sind….
Pauline schläft dafür tagsüber fast unentwegt. Aber NUR im Tragetuch…wehe man legt sie ab. Genauso nachts. WEHE ich dreh mich weg von ihr…
Mit Charlotte in einem Schlafzimmer ist wenigstens in der ersten Nacht total in die Hose gegangen….also bin ich mit Pauline ins Kinderzimmer ausgezogen…mal sehen wie es weiter wird. Weil ich nämlich nachdem mich Charlotte über zwei Jahre mit ihrem kapriziösen Schlaf gequält hat, nun wo es mit ihr so gut geht, nicht einfach das Feld räumen will. JETZT wo ein gemeinsames Schlafzimmer nicht nur praktisch sondern nur noch schön ist, soll es doch nicht zu Ende sein oder ?