ja, ich melde mich auch mal wieder... In letzter Zeit war einfach viel los und ich hatte eine ganze Menge Eindrücke zu verarbeiten. Dazu gleich mehr.
Schön, dass es unseren Schwangeren den Umständen entsprechend ganz gut geht. Ich wünsche insbesondere Katrin und Alex, dass Ihr Eure Schwangerschaft bald mal ohne Durchfall oder Überstimu ganz unbeschwert geniessen könnt. Schmettiiris scheint es ja gut zu gehen, oder? Geniess Deine letzten Tage, in denen Du in Ruhe lesen kannst oder was Du sonst so machen möchtest. Das wird wohl bald für die nächsten Jahre ersteinmal vorbei sein
Anna: Lass Dich mal ganz dolle fest drücken
Iris: Wie geht es Dir? Und wie geht es bei Euch weiter?
Nun zu uns: In der letzten Woche hatten wir ja unser ICCO-Semnar. Wir sind so schon wieder ein Stück weiter gekommen oder auch nicht. Weiter gekommen, was das Verfahren anbelangt, weil jetzt eine sehr umfangreiche Bewerbungsmappe vor mir liegt, die mit Leben gefüllt werden will. Wir sind am Dienstag abend die Fragen mal so im Groben durchgegangen und sollten keine Schwierigkeiten haben, die zu beantworten. Schwieriger wird wohl der Lebensbericht. DAmit will ich nachher mal anfangen. Unser Ziel ist es, die Mappe bis Mitte Februar fertig zu stellen.
Nicht so recht weiter gekommen sind wir bei der Länderwahl. Wir sind wirklich total hin und her gerissen zwischen Nepal und Haiti, Südafrika wäre auch noch eine Alternative.
Am letzten Sonntag waren wir ganz in der Nähe von uns bei einer Familie, die im letzten Oktober einen kleinen 3-jährigen Jungen aus Haiti adoptiert hat und das war wirklich ein lustiges, kerniges Kerlchen. Wir werden wohl ersteinmal unsere Einzelgespräche abwarten und uns anhören, was die uns zu den einzelnen Ländern sagen.
Der "Zeitplan" sieht so aus, dass wir - hoffentlich - irgendwann im Februar unsere Mappe abgeben, danach zwei Einzelgespräche haben und mit dem Anerkennungsverfahren mit Glück bis Mitte/Ende April durch sind. Wenn wir uns dann für ein Land entschieden haben, müssen wir diverse Papiere sammeln, die dann in das Land geschickt werden. Bei Haiti könnten wir wohl ab Eintreffen der Papiere nach einem halben Jahr ca. mit einem Kindervorschlag rechnen und dann ca. 6 bis 8 Monate später unseren Zwerg abholen. Bei Nepal dauert es länger bis zum Kindervorschlag, dafür kann man sein Kind schneller abholen. Generell werden wir wohl mit Glück in 2005 Eltern. Das klingt zwar jetzt ersteinmal lange, aber die nächsten Monate sind wir ja fleißig mit Papieren, Gesprächen etc. beschäftigt, wodurch wohl gerade auch diese erste Zeit schnell vergehen wird.
Ihr seht, es bleibt spannend.
Anna: Wir waren übrigens mit unseren zarten fast 31 und gerade 34 mit Abstand die jüngsten auf dem Seminar, zumindest war das mein subjektives Empfinden. Bei Auslandsadoption kommt es häufiger vor, dass die Eltern über 40 sind. Es kann dann zwar sein, dass man eher ein älteres Kind vermittelt bekommt, aber ich habe inzwischen so unglaublich viele positive Geschichten über die Vermittlung von älteren Kindern gehört, dass das keinesfalls abschrecken sollte. Wir selber rechnen auch nicht damit, einen Säugling aufzunehmen. Nur generell sollte man sich halt damit auseinander setzen, dass für diese verlassenen Kinder Eltern gesucht werden und nicht umgekehrt und das diese Kinder halt andere Probleme haben als leibliche. Dennoch finden wir, dass es ein sehr schöner Weg zu einer Familie ist und eine schöne Möglichkeit einem verlassenen Kind ein Heim zu bieten.
Liebe Grüße,
Chrissi




