Dringend gesucht: Eure Argumente für "unsere Sache"
- Maggie + Tim
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Dies kann man auf verschiedene Weise jetzt beantworten...
Im Rahmen der Gesundheitsreform soll ja die Kostenübernahme für künstliche Befruchtung reduziert werden bzw. vielleicht ja auf längere Sicht ganz wegfallen.
Was wäre die Konsequenz daraus für die Paare?
Falls die betroffenen Paare die Kosten für die künstliche Befruchtung selbst zahlen müssen, lassen sie sich, beispielsweise im Ausland eine größere Anzahl befruchteter Eizellen übertragen, um die Erfolgschancen zu erhöhen (Beleg amerikanischer Studien).
Somit steigt das Risiko für Mehrlingsschwangerschaften, dies zieht deutlich höhere Folgekosten (Schwangerenbetreuung, Entbindung, Versorgung der Kinder etc.) zu Lasten der GKV nach sich.
Frosch oder meintest du die Frage nach den eher ethischen Gesichtspunkten? Dann wäre mein Argument natürlich eher ein Schnitt ins eigene Fleisch und man müsste anders argumentieren...
Im Rahmen der Gesundheitsreform soll ja die Kostenübernahme für künstliche Befruchtung reduziert werden bzw. vielleicht ja auf längere Sicht ganz wegfallen.
Was wäre die Konsequenz daraus für die Paare?
Falls die betroffenen Paare die Kosten für die künstliche Befruchtung selbst zahlen müssen, lassen sie sich, beispielsweise im Ausland eine größere Anzahl befruchteter Eizellen übertragen, um die Erfolgschancen zu erhöhen (Beleg amerikanischer Studien).
Somit steigt das Risiko für Mehrlingsschwangerschaften, dies zieht deutlich höhere Folgekosten (Schwangerenbetreuung, Entbindung, Versorgung der Kinder etc.) zu Lasten der GKV nach sich.
Frosch oder meintest du die Frage nach den eher ethischen Gesichtspunkten? Dann wäre mein Argument natürlich eher ein Schnitt ins eigene Fleisch und man müsste anders argumentieren...
Gruß und Gung ho von Tim
--------
I thought I’d found a reason to live
just like before when I was a child
only to find dreams made of sand
would just fall apart and slip through my hands.
But the spirit of life keeps us strong
and the spirit of life is the will to carry on
...
I never thought it would be quite like this
living outside of mutual bliss
but as long as the veins in our arm still stand up
the spirit of life will keep living on
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- Maggie + Tim
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Hier noch ein paar Daten dazu...
In einer aktuellen Studie unter Leitung des University College of London zeigen Wissenschaftler anhand der Daten von 1523 Kindern, dass IVF/ICSI-Kinder genauso gesund sind und sich ähnlich psychisch entwickeln wie Jungen und Mädchen, die auf natürlichem Wege befruchtet wurden.
Einzige häufigere Komplikation der künstlichen Befruchtung sind Mehrlingsschwangerschaften. So waren nach Angaben des Deutschen IVF-Registers in Kiel im Jahr 2000 genau 15,6 Prozent aller IVF-Geburten Zwillinge und 1,6 Prozent sogar Drillinge.
...
Kritisch sehen die Forscher auch, dass die Behandlung der Frauen in Deutschland nicht optimal ist. Laut Embryonenschutzgesetz dürfe man höchstens drei mit dem männlichen Samen verschmolzene Eizellen wachsen lassen. Nach zwei bis drei Tagen müssten diese dann wieder in der Frau eingepflanzt werden, sagt Tinneberg. Diese Prozedur fördere jedoch Mehrlingsschwangerschaften.
In den Nachbarländern wie Belgien, Frankreich oder die Niederlande dürften die befruchteten Eizellen dagegen eine Woche außerhalb des Körpers wachsen. "Wird der Frau erst nach einer Woche der Embryo eingepflanzt, sind dagegen Einlingsschwangerschaften wahrscheinlicher", sagt auch Nieschlag.
Und hier noch ein interessanter Artikel:
http://europe.obgyn.net/deutsch/Porto/Bryan.htm
In einer aktuellen Studie unter Leitung des University College of London zeigen Wissenschaftler anhand der Daten von 1523 Kindern, dass IVF/ICSI-Kinder genauso gesund sind und sich ähnlich psychisch entwickeln wie Jungen und Mädchen, die auf natürlichem Wege befruchtet wurden.
Einzige häufigere Komplikation der künstlichen Befruchtung sind Mehrlingsschwangerschaften. So waren nach Angaben des Deutschen IVF-Registers in Kiel im Jahr 2000 genau 15,6 Prozent aller IVF-Geburten Zwillinge und 1,6 Prozent sogar Drillinge.
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Kritisch sehen die Forscher auch, dass die Behandlung der Frauen in Deutschland nicht optimal ist. Laut Embryonenschutzgesetz dürfe man höchstens drei mit dem männlichen Samen verschmolzene Eizellen wachsen lassen. Nach zwei bis drei Tagen müssten diese dann wieder in der Frau eingepflanzt werden, sagt Tinneberg. Diese Prozedur fördere jedoch Mehrlingsschwangerschaften.
In den Nachbarländern wie Belgien, Frankreich oder die Niederlande dürften die befruchteten Eizellen dagegen eine Woche außerhalb des Körpers wachsen. "Wird der Frau erst nach einer Woche der Embryo eingepflanzt, sind dagegen Einlingsschwangerschaften wahrscheinlicher", sagt auch Nieschlag.
Und hier noch ein interessanter Artikel:
http://europe.obgyn.net/deutsch/Porto/Bryan.htm
Gruß und Gung ho von Tim
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Hi Ihrs,
ein Argument von Kontra-Repros, was ich immer wieder so oder in ähnlicher Form gelesen haben:
Zu deiner Frage warum wir IVF ablehnen: Wir sind gläubige Christen, und soweit wir IVF verstehen, nimmt man auch eine Abtreibung in Kauf, wenn sich zu viel eingenistet haben. (Du kannst mich gerne korrigieren, wenn ich falsch liege). Ich finde, manche Paare hinterlassen eine regelrechte Spur von "nichtsgewordenen" Embroys hinter sich, um an ihr Wunschkind zu kommen, und das finden wir unvertretbar.
Quelle: http://www.9monate.de/Q-4806035.html
Es wird in den Medien bei Berichten über IVF immer wieder von Reduktion gesprochen und dabei die Tatsache verdreht, dass in D. "nur" 3 Embryos transferiert werden - in den USA soweit ich weiß bis zu 5.
Weitläufig besteht die Meinung, dass generell nach erfolgreicher IVF/ICSI eine Reduktion auf die gewünschte Anzahl "Kinder" vorgenommen wird. Dies entspricht nach meiner Einschätzung allerdings nicht den Tatsachen, denn in solchen Berichten/Dokumentationen wird ja doch meist immer von "krassen" Beispielen berichtet, wohl wegen der Quote.
Da ich dieses Argument schon so oft gelesen habe (auch von Nicht-Christen), denke ich, dass dies mit auf der HP erscheinen sollte - die Idee finde ich im Übrigen SUPERKLASSE!!!
Vielleicht findet ja jemand eine fundierte Antwort dazu, mir steht der Zeitdruck im Nacken, so dass ich mich dazu nicht weiter äußern kann *sorry*
ein Argument von Kontra-Repros, was ich immer wieder so oder in ähnlicher Form gelesen haben:
Zu deiner Frage warum wir IVF ablehnen: Wir sind gläubige Christen, und soweit wir IVF verstehen, nimmt man auch eine Abtreibung in Kauf, wenn sich zu viel eingenistet haben. (Du kannst mich gerne korrigieren, wenn ich falsch liege). Ich finde, manche Paare hinterlassen eine regelrechte Spur von "nichtsgewordenen" Embroys hinter sich, um an ihr Wunschkind zu kommen, und das finden wir unvertretbar.
Quelle: http://www.9monate.de/Q-4806035.html
Es wird in den Medien bei Berichten über IVF immer wieder von Reduktion gesprochen und dabei die Tatsache verdreht, dass in D. "nur" 3 Embryos transferiert werden - in den USA soweit ich weiß bis zu 5.
Weitläufig besteht die Meinung, dass generell nach erfolgreicher IVF/ICSI eine Reduktion auf die gewünschte Anzahl "Kinder" vorgenommen wird. Dies entspricht nach meiner Einschätzung allerdings nicht den Tatsachen, denn in solchen Berichten/Dokumentationen wird ja doch meist immer von "krassen" Beispielen berichtet, wohl wegen der Quote.
Da ich dieses Argument schon so oft gelesen habe (auch von Nicht-Christen), denke ich, dass dies mit auf der HP erscheinen sollte - die Idee finde ich im Übrigen SUPERKLASSE!!!
Vielleicht findet ja jemand eine fundierte Antwort dazu, mir steht der Zeitdruck im Nacken, so dass ich mich dazu nicht weiter äußern kann *sorry*
Liebe Grüße
Doro
Doro
was mir für ein Stichwort eingefallen ist: Künstliche Befruchtung wird häufig falsch aufgefasst, denn die Befruchtung erfolgt ja wie im Körper auch, Eizelle und Samen verschmelzen nur eben nicht im Körper sondern ausserhalb...
Tina
mit Sternchen im Herzen (*+ in 38.SSW) und Zwilli im Herzen + 11.SSW

_____________________________
Basteln fürs Geschwisterchen:
9/2007 1 .Kryo: Abbruch da kein Schleimhautaufbau
01/08 2.kryo , Negativ (HCG bei 1, dann nur 0,47)
02-03/08 3. kryo, negativ
08/2008 1.IVf negativ - keine Kryos
09/2008 1. IUI mit Clomi nach Praxiswechsel
10/2008 2. IUI -> abbruch, weil keine Reaktion auf Clomifen, nur Nebenwirkungen
11/08 3. IUI, Stimu mit Puregon, Abbruch IUI, spontan SS! 10.12. HCG 411; 15.12. eine FH (5+0); 22.12. 6+0: 1 Mini Embryo mit Herzaktion... Jetzt hoffen wir weiter!
wäre eigentlich noch schwanger
<a href="http://www.wunschkinder.net"><img src="http://www.wunschkinder.net/forum/sstic ... 4/9/51/153
<a href="http://www.wunschkinder.net">
<img src="http://www.wunschkinder.net/forum/ticke ... 51/2/Unser kleiner Prinz/0/0/0/102.png" border="0"></img></a>/102.png" border="0"></img></a>
mit Sternchen im Herzen (*+ in 38.SSW) und Zwilli im Herzen + 11.SSW

_____________________________
Basteln fürs Geschwisterchen:
9/2007 1 .Kryo: Abbruch da kein Schleimhautaufbau
01/08 2.kryo , Negativ (HCG bei 1, dann nur 0,47)
02-03/08 3. kryo, negativ
08/2008 1.IVf negativ - keine Kryos
09/2008 1. IUI mit Clomi nach Praxiswechsel
10/2008 2. IUI -> abbruch, weil keine Reaktion auf Clomifen, nur Nebenwirkungen
11/08 3. IUI, Stimu mit Puregon, Abbruch IUI, spontan SS! 10.12. HCG 411; 15.12. eine FH (5+0); 22.12. 6+0: 1 Mini Embryo mit Herzaktion... Jetzt hoffen wir weiter!
wäre eigentlich noch schwanger
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- Maggie + Tim
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Gruß und Gung ho von Tim
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Hier übrigens noch innerhalb dieses Forums ein posting von einem Berufsquerulanten mit Namen proconnect:
http://www.klein-putz.de/forum/viewtopi ... c&start=10
Ziemlich drollige Type, aber seine Argumente sind wenigstens gut für diese Sache hier... quasi als Vorbereitung
http://www.klein-putz.de/forum/viewtopi ... c&start=10
Ziemlich drollige Type, aber seine Argumente sind wenigstens gut für diese Sache hier... quasi als Vorbereitung
Gruß und Gung ho von Tim
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Hallo,
mir sind noch ein paar Aspekte eingefallen.
-> “Gottgegebenheitsargument“:
Bei 1000fragen habe ich schon mal folgenden Vergleich gepostet:
Wenn jemand krankheitsbedingt verschlossene Herzkranzgefässe hat und deswegen einen Bypass (künstliche Gefäss-Umleitung) erhält, wird vermutlich niemand verlangen, er solle lieber sein “gottgewolltes Schicksal“ akzeptieren.
Bei z.B. krankheitsbedingt verschlossenen Eileitern der Frau können sich Samen und Eizelle “nicht treffen“ , ansonsten könnte die Frau ganz normal schwanger werden und ein Kind zur Welt bringen - wenn man ein Zusammentreffen von Ei und Samenzelle durch die ausserkörperliche Befruchtung ermöglicht, kann das Paar doch noch eine eigene Familie gründen..
Weltweit wurden schon mehr als eine Million (!) Menschen geboren, die durch ausserkörperliche Befruchtung gezeugt wurden.
( Zahlenangabe laut M. Spiewak in http://www.das-parlament.de/2004/01-02/thema/017.html )
- > Definition der Künstlichen Befruchutung:
Prof. Leyendecker (Infobroschüre –IVF/ ICSI – Darmstadt http://www.gynaktuell.de/pdf/00000058.pdf , Zitate siehe unten )
spricht von einer "temporären Prothese" - also von einem zeitlich begrenzten Künstlichen Ersatz der ersten Fortpflanzungschritte.
Dieer Begriff hat mir ganz gut gefallen, weil angedeutet wird, daß es sich hierbei nur um ein Hilfsmittel (Zeugungshilfe) handelt, um eine krankheitsbedingte Behinderung d. Fortpflanzungsfähigkeit zu überwinden.
- > Das ungleiche Entwicklungspotential der befruchteten Eizellen wird nicht beachtet oder ist unbekannt:
-> Vermeidung v. Mehrlingsschwangerschaften:
Dazu gibt es eine interessante Aussage von Prof Leyendecker, der sich auf das GG und nicht das Eschgesetz bezieht ! ? :
Birgit
Nachtrag:
->Reduktion:
Das erhöhte Risiko, Mehrlinge zu bekommen, besteht übrigens nicht nur bei IVF und ICSI, sondern auch bei stimulierenden Hormonbehandlungen zur Zyklusunterstützung wie mit Clomifen oder Gonadotropinen ( Puregon usw..).
Ich kenne 2 Artikel in denen von einer Schätzung ca. 150 Fällen (“ Reduktion“ ) pro Jahr gesprochen wird.
Zeit - > http://www.zeit.de/2002/38/Wissen/20023 ... linge.html
Zitierter Spiegelartikel -> http://www.mehrlinge.com/Reduktion/dreisind1zuviel.htm
mir sind noch ein paar Aspekte eingefallen.
-> “Gottgegebenheitsargument“:
Bei 1000fragen habe ich schon mal folgenden Vergleich gepostet:
Wenn jemand krankheitsbedingt verschlossene Herzkranzgefässe hat und deswegen einen Bypass (künstliche Gefäss-Umleitung) erhält, wird vermutlich niemand verlangen, er solle lieber sein “gottgewolltes Schicksal“ akzeptieren.
Bei z.B. krankheitsbedingt verschlossenen Eileitern der Frau können sich Samen und Eizelle “nicht treffen“ , ansonsten könnte die Frau ganz normal schwanger werden und ein Kind zur Welt bringen - wenn man ein Zusammentreffen von Ei und Samenzelle durch die ausserkörperliche Befruchtung ermöglicht, kann das Paar doch noch eine eigene Familie gründen..
Weltweit wurden schon mehr als eine Million (!) Menschen geboren, die durch ausserkörperliche Befruchtung gezeugt wurden.
( Zahlenangabe laut M. Spiewak in http://www.das-parlament.de/2004/01-02/thema/017.html )
- > Definition der Künstlichen Befruchutung:
Prof. Leyendecker (Infobroschüre –IVF/ ICSI – Darmstadt http://www.gynaktuell.de/pdf/00000058.pdf , Zitate siehe unten )
spricht von einer "temporären Prothese" - also von einem zeitlich begrenzten Künstlichen Ersatz der ersten Fortpflanzungschritte.
Dieer Begriff hat mir ganz gut gefallen, weil angedeutet wird, daß es sich hierbei nur um ein Hilfsmittel (Zeugungshilfe) handelt, um eine krankheitsbedingte Behinderung d. Fortpflanzungsfähigkeit zu überwinden.
S. 8
Die extrakorporale Befruchtung als temporäre Prothese
Die extrakorporale Befruchtung (IVF und ICSI) stellt eine kurzzeitige Überbrückung
eines Defektes im frühen Prozess der Fortpflanzung dar. Es handelt sich demnach
medizin-ethisch um nichts anderes als um eine „temporäre Prothese“. Die ersten
Schritte der Fortpflanzung werden in das „Reagenzglas“ und in den Inkubator verlegt.
Nach Bildung des oder der Embryonen, werden diese in die Gebärmutterhöhle gespült.
Danach nimmt eine mögliche Schwangerschaft ihren natürlichen Verlauf.
- > Das ungleiche Entwicklungspotential der befruchteten Eizellen wird nicht beachtet oder ist unbekannt:
Ähnliches stand im Beitrag von Ethikrat- Mitglied Prof. Dr. theol. Richard Schröder im letzten Ärzteblatt:S.15
Bei Formulierung des Embryonenschutzgesetzes (EschG) ging man davon aus, dass alle
entstandenen Embryonen ein gleiches Entwicklungspotential haben. Dies ist, wie sich
durch die Forschung der letzten Jahre herausgestellt hat, nicht der Fall. Wie oben
erwähnt, erreichen nur 30% der PN- regulär das Blastozystenstadium.
Quelle: http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/art ... p?id=40185„Jeder war einmal eine befruchtete Eizelle, und deshalb verdient jede Respekt, aber nicht jede befruchtete Eizelle wird ein Mensch. 70 Prozent gehen auf natürlichem Wege verloren. Trotzdem sagen wir nicht: 70 Prozent aller Menschen werden nie geboren.“
-> Vermeidung v. Mehrlingsschwangerschaften:
Dazu gibt es eine interessante Aussage von Prof Leyendecker, der sich auf das GG und nicht das Eschgesetz bezieht ! ? :
Viele Grüsse,S.17
Nach dem grundgesetzlich verankerten Recht auf „informationelle Selbstbestimmung“
kann ein Paar bei Vorliegen von zwei oder drei expandierten Blastozysten an Tag P+5
sich dafür entscheiden, dass zwecks Vermeidung einer Mehrlingsschwangerschaft nur
ein Embryo transferiert wird.
Birgit
Nachtrag:
->Reduktion:
Das erhöhte Risiko, Mehrlinge zu bekommen, besteht übrigens nicht nur bei IVF und ICSI, sondern auch bei stimulierenden Hormonbehandlungen zur Zyklusunterstützung wie mit Clomifen oder Gonadotropinen ( Puregon usw..).
Ich kenne 2 Artikel in denen von einer Schätzung ca. 150 Fällen (“ Reduktion“ ) pro Jahr gesprochen wird.
Zeit - > http://www.zeit.de/2002/38/Wissen/20023 ... linge.html
Zitierter Spiegelartikel -> http://www.mehrlinge.com/Reduktion/dreisind1zuviel.htm





