Einen schönen guten Morgen,
gestern habe ich darüber nachgedacht: Huch was hast du jetzt gemacht und alle zugetextet. Aber ich dachte mir, die Reaktion musst ich eben auch hinnehmen. Jede von Euch macht viel mit, ich bin da absolut keine Ausnahme. Ich möchte einfach so "normal" wie ihr sein.
Mit dem "selber aus dem Tief" rausziehen, dass stimmt nicht ganz. Ich bin kein Münchhausen, der sich aus dem Sumpf selbst rausziehen konnte. Meine Familie konnte mir überhaupt nicht helfen. Zum einen, weil einige Probleme in der Familie "begraben" liegen, zum anderen wollte ich es nicht zulassen. Wer mir sehr geholfen hat, dass waren die Profis in der Klinik, die mich, wenn es sein musste auch mal ausgelacht haben, als ich meinte: Mit mir wird das nix mehr. Ich hab das wirklich geglaubt. Dem Chef habe ich zu Anfang gesagt: Ich habe nicht die Pflicht, weiterzuleben, aber sie haben die Pflicht, mich am Leben zu erhalten. Heute lache ich darüber, damals war das für alle Beteiligten ziemlich schlimm.
Ich mag das Wort S...... hier nicht schreiben. So viel allerdings, ich hab nicht nur daran gedacht, sondern es mehrmals mit mehr oder weniger Erfolg versucht. Jetzt möchte ich das Thema hier nicht mehr erwähnen. Zu meiner schlimmen Zeit habe ich mich viel in S-Foren aufgehalten und ich bin sehr froh, dass ich jetzt wieder im Leben bin.
A B E R: Wenn es jemanden von Euch nicht gut geht und weitere Infos über Hilfe haben möchte, dann stehe ich gerne über eine PN zur Verfügung und helfe gerne weiter. Bin schließlich unfreiwillig zum Profi geworden

Ansonsten hat das Thema für mich hier nichts zu suchen. Schließlich wollen wir Leben erschaffen.
Ich bin sehr froh, dieses Forum gefunden zu haben, in dem es nicht um einen "Eierbrütwettbewerb" geht. Beim letzten Mal war ich auch in einem Forum und ich habe mich sehr unter Druck gesetzt. Und als die ersten negativen und positiven Nachrichten kamen, da wurde es noch schlimmer. Hier finde ich es sehr viel angenehmer. Wenn es klappen sollte, super, ansonsten gibt es auch noch viele Gründe, ein angenehmes Leben zu führen.
Mit dem Neid auf schwangere Frauen ist das auch so eine Sache. Im Dezember ging es einer Freunding total mies (tiefe Depression nach Trennung) und ich konnte ihr wieder auf die Beine helfen. Zu Weihnachten hab ich ihr dann Visitenkarten geschenkt, damit sie wieder Kontakte knüpfen kann. Sie ging dann auf eine Weihnachtsparty, lernte jemanden kennen und ist seitdem mit ihm zusammen. Vor ca. 4 Wochen sagte sie mir dann, dass sie schwanger ist. Und ihr Freund ist eingeschränkt zeugungsfähig mit 20%. So ist die Welt. Einerseits freue ich mich natürlich sehr für sie, aber ich bin auch neidisch, muss ich ehrlich zugeben. Ich bin sogar etwas neidisch darauf, dass ihr abends immer schlecht ist.
So ist das eben.....
@Biene: Die Annäherung mit meinem Mann war sehr schwierig. Wir sind beide dominante Menschen und Narzisten - lt. Diagnose

... Er hatte bereits die Scheidung eingereicht, doch ich habe mir immer gesagt, dass gebe ich nicht auf. Während der schlimmen Zeit hat mir auch Grönemeyer geholfen mit seinen Worten: Das Leben ist nicht fair. Nein ist es nicht, aber es hat auch niemand gesagt, dass es fair ist. Für alle die uns kennen ist es ein kleines Wunder, dass wir es geschafft haben. Vielleicht haltet ihr es für beknackt, aber ich habe meinen Wunsch ans Universum geschickt und nie aufgehört, an ihn zu glauben. Letztes Jahr haben wir uns wieder öfter gesehen. Im Januar 03 kam es in der Klinik noch einmal zu einem massiven Zwischenfall, weil ich die Therapie aufgrund der Belastung nicht mehr weitermachen konnte. Ostern haben wir gemeinsam verbracht, es genossen und im Juni folgte ein gemeinsamer Urlaub und dann immer mehr..... Es ist schöner als je zuvor. Mein Mann war sehr hart und hat sich abgegrenzt, aber eine sehr gute Freundin machte das auch. Beide kamen mit der Situation nicht klar, dass ich nicht mehr wollte. Mein Mann hat auch Angst davor, dass ich wieder "ausflippe" während der Behandlung. In der Klinik habe ich auch Gartenergotherapie gemacht und einiges über Pflanzen gelernt. Hat riesigen Spaß gemacht und jetzt werkele ich täglich im Garten. Meine Arbeit habe ich etwas zurückgestellt und sorge dafür, dass es mir gutgeht. Nächsten Mittwoch fange ich mit dem Spritzen an und der Kühlschrank ist schon voller Medikamente.
@Frosch: Deine Anamnese ist ja erschreckend lang. Ich denke, das größte was ich Dir wünschen kann ist Gesundheit. Wir haben für Krankheitsfälle einen Wellnessbären, der sich um uns sorgt. Ich werde ihn mal für Deine Gesundheit anwerben

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Wegen des Gartens: Du hast von Bildern gesprochen. Wohin kann ich sie schicken und brauchst Du auch einen Grundriss? Vielleicht kannst Du mir ja einen "Sonderpreis" machen so unter Kiwus

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Wieder viel Text, jetzt geht ich wieder in den Garten, tut meiner Seele einfach megagut. Und nochmals vielen Dank für Eure Unterstützung
Bis dann
Tina mit der allerbesten Hoffnung.
P.S.: Ich habe natürlich noch mehr Wünsche ans Universum geschickt
