Ich glaube, ich verstehe, was Du meinst.
Du möchtest sie vielleicht auch gar nicht an Dich ranlassen, damit sie bloß nicht denkt, sie könnte Deine Mutter ersetzen und Du viellicht auch ein schlechtes Gefühl hast, dass Du Deine Mutter irgendwie "verraten" würdest?
Ich kann nicht aus irgendeiner Erfahrung heraus sprechen, da ich bisher von Todesfällen in meiner engsten Umgebung verschont geblieben bin, ich habe nur sehr viele Freunde, die bereits einen oder beide Elternteile verloren haben.
Gerade bei solch wichtigen Lebensabschnitten wie Heirat, Kinder... kommen diese Gefühle noch einmal extrem durch.
Eine alte Freundin, die vor knapp 4 - 5 Jahren ihren Vater verloren hat, hat vor ca. einem Jahr eineiige Zwillinge bekommen und diese vor 3 Wochen taufen lassen. Ihr geht es mit ihren Schwiegereltern ähnlich.

Sie sagte auch einmal zu mir, dass sie durch die SS und die Babys auch wieder näher an ihren Vater rangerückt sei und selbst ich habe bei der Geburt, Taufe erstmal nur geknatscht und habe die ganze Zeit an ihren Vater denken müssen, der jetzt gar nicht seine Enkelinnen kennenlernt, weiß, dass sie da sind
Ich denke, ganz wichtig ist, dass Du mit dem Tod und vor allem mit den schrecklichen Umständen irgendwie ins Reine kommen mußt.

Um eine gute Basis für den Umgang mit Familie, Deiner Schwiema... zu finden und Dich vielleicht auch wenig mehr öffnen zu können.
Und vielleicht solltest Du auch einfach mal versuchen, Deiner Schwiegermutter dies zu erkären. Auch wenn es nicht leicht ist, fördert zu ein Gespräch doch meist das Verhältnis und das Verständnis füreinander und eines ist sicher - Deine Schwiegermutter wirst Du ja "behalten" und mit ihr mußt Du auch weiterhin umgehen.