Hallo Mädels!
VIELEN DANK FÜR´S DAUMENDRÜCKEN!!!! Es hat geholfen - Lucas hat alles gut überstanden
Wir sind heute Vormittag entlassen worden - eigentlich sollten wir ja schon gestern nach Hause, aber der Knirps hat am Morgen ziemlich erbrochen, so daß sie ihn nochmal beobachten wollten. Scheinbar waren die Mengen, die er selber getrunken hat, zuviel nach der Narkose - und so wollte er sie wieder loswerden. Heue hat bisher alles gut geklappt.
Am Montag Morgen hat er einen "müde-mach-Saft" bekommen - für mich war das eher ein "sturz-besoffen-mach-Saft". Lucas hat nur noch gelacht - über alles und jeden (sogar über die Schwestern, die sonst nur mit Geschrei begrüßt wurden). Danach brachte ich ihn runter in den OP und dort wurde dann die Narkose eingeleitet - ruck-zuck war er eingeschlafen - und ich bin heulend den Weg zurück in unser Zimmer! Dort habe ich dann gewartet und gewartet (45 Minuten sollte das dauern)... Schon am Ende mit meinen Nerven kam dann mein Vater - zum Glück, sonst wäre ich fertiger gewesen als Lucas! Als ich ihn dann abholen durfte, war er noch nicht wach, seine Augen waren mit Gel verschmiert (gegen das Austrocknen der Augen) und ich bekam die Info: alles völlig komplikationslos gelaufen! Das Aufwachen zog sich dann bis in den Nachmittag – immer mal wieder kleine Momente, in denen er sich zwar hinsetzte, aber die Augen noch zu hatte und natürlich weinte, weil er nicht wusste „was, wo und warum überhaupt?“ Die ersten zwölf Stunden musste er dann noch am Tropf bleiben – ohne Essen, obwohl er für sein Leben gerne ein Stück Semmel gehabt hätte... In der darauf folgenden Nacht wurde dann langsam damit begonnen, über die Sonde Tee zu geben – zu Testzwecken, wie er darauf reagiert. Im halbstündlichen Abstand wurden zuerst 2, dann 4, dann 8 ml usw. sondiert. Bei 40 ml angekommen wurde er wach und protestierte erstmal energisch gegen die inzwischen 10 kg schwere Windel (klar Tropf und ständig Tee). Am nächsten Tag durfte er dann endlich ab Mittag seine Milch trinken – und er wollte auch trinken – UNBEDINGT! Da war er auch schon wieder der alte – frech, laut und gelangweilt – weil nix los. Ab Mittwoch wurde er dann endlich vom Tropf befreit, so daß wir auch mal auf den Spielplatz raus konnten. Da merkte man dann doch recht schnell, daß er noch nicht so ganz der alte war: ziemlich wackelig auf den Beinchen – und daß, wo er doch vor der OP schon richtig gut alleine gelaufen war! Aber wir hoffen, daß das nur eine kurze Schwäche ist!
Zusammenfassend kann ich wieder einmal sagen, daß sich der Wechsel des KH absolut gelohnt hat. Ich hatte Besuch der Ernährungsberaterin, einer Krankenschwester, die Spezialisten für diese Sonden ist und die Erzieherin war auch jeden Tag da. Viel Unterstützung, Beratung und Zuspruch – hat mir sehr geholfen!
Was weniger schön war, war unsere Zimmergenossin: eine Araberin mit ihrem Sohn. Nachdem die Station hoffnungslos überfüllt war, und sie das größte Zimmer hatte, musste sie es mit mir teilen. Und scheinbar isses so, daß, nachdem diese Leute ja schließlich ihren Aufenthalt hier aus eigener Tasche bezahlen, sie sich alles rausnehmen, auch das Unmögliche: bis um ein Uhr nachts Feste mit der anderen arabischen Familie auf der Station feiern (und wer kennt nicht die Lautstärke der Südländer?); auch wenn wir geschlafen haben, Türen zum auf- oder zumachen ja nicht in die Hand nehmen (ich war ja schon froh, wenn sie die Tür nicht die ganze Zeit über offen stehen ließ und wir dann im Zug lagen); ihre arabische Musik den halben Tag lang laufen ließ, obwohl sie gar nicht im Zimmer war; mitten in der Nacht die komplette Beleuchtung anmacht – das Zimmer wieder verlässt, aber das Licht anlässt; nachdem das „Gelage“ um ein Uhr nachts beendet war, sich in ihr Bett legt und anfängt zu telefonieren (und noch mal zur Lautstärke: die kennen kein normal oder leise – die kennen nur LAUT) – usw.,usw.... Nach der ersten Nacht habe ich noch mal um ein anderes Zimmer gebeten, aber auch nach allen Versuchen konnten sie mir kein anderes geben. Ich hätte ja nix gegen ein zweier Zimmer gehabt, aber ein gewisses Maß an Rücksichtnahme muß ich doch erwarten können! Natürlich habe ich ihr das eine oder andere Mal schon mal die Meinung gegeigt – recht viel hat´s nur nicht gebracht, weil sie nur sehr schlecht englisch verstand! Naja, jetzt isses überstanden – und uns geht´s gut, das ist die Hauptsache.
Ich habe vorhin Eure Postings „nachgeholt“ und hoffe ich kriege da jetzt noch einiges zusammen:
Christina, wir hatten uns auch einen Babybjörn ausgeliehen – und Lucas fand das ne Weile ganz nett – nur nicht zu lange, weil man kann sich ja schlecht bewegen. Aber gebrüllt hat er nie darin. Schön, daß Elisa ihre Schwester so liebhat – das ist bestimmt ganz goldig zum Zuschauen – das fand ich zumindest mit unserem „kleinen“ Besuch letztens...
Netti, hey Ihr macht Urlaub bei „uns“? Wo und wie lange denn? Vielleicht können wir uns ja doch mal sehen – wir haben nämlich auch Urlaub! Dein Haarausfall ist ja wirklich komisch. Ich kenne nur Biotin, das dabei helfen soll. Hast Du schon mal eine Haaranalyse machen lassen? Das wird beim Hautarzt gemacht – der nimmt allerdings ein richtiges Büschel Haare, und ist wohl recht schmerzhaft. Aber dadurch kann die Ursache auch geklärt werden!
Birgit, jaja diese Gestik der Knirpse kenne ich auch. Wenn er damit nicht mehr weiter kommt, dann kann kommt noch Gebrabbel dazu und dann dreht er langsam die Lautstärke rauf, und spätestens dann weiß wirklich jeder, was er will!
Könnt Ihr Euch vorstellen, daß es bei uns im Supermarkt seit drei Wochen bereits wieder Lebkuchen, Spekulatius usw. gibt???? Ich stand wie bedödelt davor und bin den Kalender im Geiste durchgegangen – habe aber dann eine Packung Lebkuchen mitgenommen – hmmmmm.....
So Ihr Lieben, das für´s erste – ich muß noch bisschen was machen hier. Gleich kommen meine Eltern und wir bestellen uns dann was vom Asiaten – heute lassen wir kochen und feiern unser „zu Hause sein“.
Viele Grüße an Alle
Petra